Sonntag, 11.2.

7 Uhr aufstehen, kurzes Frühstück, 8:30 Uhr Abmarsch zum Busbahnhof, 9:30 Abfahrt nach El Calafate.
Dieses Land hat so unglaubliche Weiten! Auf der linken Seite sind die ersten Ausläufer der Anden zu sehen, auf der rechten Seite reicht die patagonische Steppe bis zum Horizont.
Ziemlich genau gegen 14 Uhr waren wir in El Calafate – recht ungewöhnlich diese Genauigkeit. Nach einer kurzen Orientierung an den Busschaltern mussten wir feststellen, dass von hier aus tatsächlich nur Busse wieder Richtung Rio Gallegos fahren. Um dieses Mal ein wenig Geld zu sparen, haben wir gleich unseren Weg nach Comodoro Rivadavia über Rio Gallegos zurück gebucht.
Als nächstes haben wir uns zu unserer Herberge auf gemacht. Zugegeben, wir waren eher skeptisch, doch als wir es gesehen haben, waren wir sehr positiv überrascht. Das war das beste Zimmer, was wir bisher in Punkto Sauberkeit und Einrichtung hatten. Schnell haben wir unsere Sachen im Zimmer ausgebreitet um zur Haupt-Meile zu gehen. Dort waren wir ebenfalls überrascht von der überaus netten Aufmachung. Viele Läden sind gänzlich aus Holz gebaut, vielfach aus lackiertem Roh-Holz. Einige kleinere Einkaufsgänge sind sogar „naturistisch“ angelegt mit Rasendächern und Bachläufen in der Mitte. Sehr malerisch, hoffentlich werden die Bilder entsprechend.
Nachdem wir ein Eis gegessen haben, machten wir unsere Internet-Stunde. Dieses Mal nicht bei Telefonica, Ergebnis: noch langsamer und noch teurer! Also das nächste Mal wieder wo anders.
Da das Eis mittlerweile wieder verdaut war, konnten wir nun richtig essen gehen. Es gab ein ordentliches argentinisches Steak mit Pommes und Bier. Auf dem Weg in die Herberge kauften wir noch Frühstück (da es in der Herberge extra kostete) und Wein ein, den wir gemeinsam mit den Kanadiern trinken wollten, die wir das erste Mal in der Herberge in Rio Gallegos und dann wieder auf der Fähre über die Magellanstrasse getroffen haben. Sie kamen uns vor dem Hostel entgegen und erzählten uns, dass sie ihre Flasche bereits getrunken hätten und nun etwas essen gehen wollten. Trotz Einladung, klopften sie nicht mehr an unsere Tür und wir haben deswegen einen Hai-Film und Red-Planet auf Universal-TV gesehen. Ausserdem haben wir die Flasche Wein alleine geleert, die wir eigentlich mit Ken und Heather trinken wollten. Um Mitternacht ging das Licht aus.


Der Busbahnhof in Rio Grande

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