Freitag, 16.2.

Nachdem wir um halb acht aufgestanden sind, waren wir um kurz nach acht beim Frühstück. Dieses wurde in der großen Empfangshalle serviert. Hier konnte man den Charme der 20’er Jahre des vergangenen Jahrhunderts spüren, es war eine große Halle mit einer langen Theke, an den Wänden hing allerlei Klimbim vergangener Tage, unter anderem ein Fahndungsplakat nach Butch Cassedy und Sundance Kid. Wer dort nicht gesessen hat, kann aus Erzählungen und Bildern die Atmosphäre, die der Raum ausgestrahlt hat, leider nicht aufnehmen, man muss dort gewesen sein. Wenn man dort saß war es fast so, als könnte man noch die Gespräche in der vollen Halle über die Pioniertaten der Eisenbauer vernehmen. Das „Hotel Touring Club“ wird uns mehr wegen der Halle und der großen Treppe in Erinnerung bleiben als wegen des Zimmers.
Gegen 10 Uhr waren wir am Busbahnhof und mussten sogar nur 30 Minuten auf unseren Bus Richtung Puerto Madryn warten, die kürzeste Wartezeit bisher. Eigentlich wollten wir diese Strecke wandern, weil sie nicht all zu lang war (im Gegensatz zu den anderen Strecken, die bei mindestens 400 km lagen). Doch wir haben uns anders entschieden, da sich schnittlauch eine Erkältung zugezogen hat und die Sonne an diesem Tag ohne Gnade auf die Erde nieder brannte. Zwei Gründe, die gegen das Wandern sprachen.
In Puerto Madryn besorgten wir uns als erstes ein Quartier, dieses Mal ein 4-Bett-Zimmer im Hostel „Don’t worry – be happy“. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, kümmerten wir uns als nächstes um die Reise auf die Halbinsel Valdes. Danach besorgten wir uns die Tickets zur Weiterfahrt am Montag nach Necochea. Im Anschluss daran kümmerten wir uns um unseren Magen und gönnten uns neben zwei Bier ein All-You-Can-Eat-Menue, welches wir beim anschließenden Spaziergang an der Uferpromenade entlang wieder abtrainierten.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Hostal zwecks Kleidungswechsel suchten wir ein Internetcafe auf, um mit der Heimat zu kommunizieren. Danach gingen wir abermals zur Uferpromenade, da dort ein Schüler-Band-Wettbewerb ausgetragen wurde – mehr oder weniger qualitativ gut. Am lustigsten war eine Metal-Band, wo alle nur drauf gewartet haben, dass sie fertig werden – bis auf ein Fan, der ganz mutig alleine vor der Bühne stand und sein Bestes in Sachen Head-Banging gab.
Als es musikalisch nicht mehr auszuhalten war gingen wir für den Folgetag einkaufen und ließen uns dann im Hostel nieder.


Das Treppenhaus im Hotel

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