Samstag, 17.2.
Der Morgen begann um 7 Uhr mit aufstehen und gleich einem Schrecken über den Zustand des Bades. Wohl haben wir uns beim duschen nicht gefühlt, da es nicht wirklich sauber war und der Duschkopf fehlte. Zum Teil war es noch schlimmer als in Ushuaia. Das Bad passte in Sachen Sauberkeit zu dem Bett, in dem ore lag, da waren allerlei Haare zu finden, weswegen er lieber in seinem eigenen Schlafsack schlief als in der ranzigen Bettwäsche. Dafür hatten wir das Bad zu solch früher Stunde für uns alleine, das war wenigstens etwas positives.
Überpünktlich stellten wir und in Erwartung des Busses vor die Tür, der uns um 8 Uhr abholen sollte. Als wir um halb neun dort immer noch standen, ließ schnittlauch von der Hostel-Aufpasserin beim Bus-Betreiber anrufen. Sie seien schon unterwegs hieß es. Ore unkte, dass wir doch nicht bei der billigsten Kaschemme vom dritten Hinterhof die Reise hätten buchen sollen. Schließlich kam der Bus doch irgendwann.
Als erstes fuhren wir das Museum an, in dem man einen ersten Überblick über die Insel erhalten konnte. Das Museum informierte über die von der UNESCO als Welterbe anerkannten Peninsula Valdes und diente gleichzeitig als Rangerstation für die Wächter des Nationalparks.
Der nächste Halt war an der Nordspitze der Halbinsel, wo man neben wenigen Seeelefanten auch viele Seelöwen mit Jungtieren beobachten konnte. Auf dem Parkplatz trieben sich außerdem zwei Armadillos (Zwerg-Gürteltiere) herum, die sich gefällig haben fotografieren, füttern und streicheln ließen.
Unser nächster Halt war an einer Landzunge, wo sich eine kleine Kolonie von Magellan-Pinguinen aufhielt. Erstaunlicherweise krochen diese sogar den Abhang hinauf um unmittelbar unterhalb der Besucherplattform ihr Höhle zu buddeln. Daher konnten wir die befrackten Tiere aus kürzester Distanz beobachten. Wir konnten sogar feststellen, dass Pinguine recht reinlich sind, denn ein Pinguin kam aus seiner Höhle heraus, drehte sich um, streckte seinen Bürzel den Hang hinab und schoss einen Strahl Guano-Dünger hinab, eher er schnurstracks wieder in seiner Höhler verschwand.
Der nächste Halt mit Mittagspause an einer Estancia war südlich der Landzunge, wo sich einige Seeelefanten nieder gelassen haben. Ausserdem hatte man von dort einen sehr guten Blick auf die Landzunge und die umgebende Strömung. Man kann sich richtig vorstellen, wie ein Orca dort auf der Lauer liegt um einen Pinguin zu erwischen.
Weiter ging es nach Punto Piramide, wo sich ebenfalls eine Seelöwen-Kolonie befand. Von dort aus ging es weiter nach Puerto Piramide, einem kleinen Ort mit Badebucht. Dort unterhielt sich ore mit der Reiseleiterin ein wenig über das Leben in den verschiedenen Ländern, hauptsächlich Argentinien und Deutschland, wo es besser zu leben sei. Den Ort verließen wir wieder in Richtung Puerto Madryn.
Nach kurzem Aufenthalt im Hostel gingen wir in die City in ein original argentinisches Schnellrestaurant, wo wir eine Art Doppelwhopper aßen. Auf dem Rückweg bummelten wir über die Plaza, wo abermals ein Klimbim-Markt aufgebaut war. Gegen 23 Uhr lagen wir im Bett.