Donnerstag, 22.2.
Der letzte komplette Tag in Argentinien begann um 8 Uhr mit Aufstehen und der üblichen morgendlichen Prozedur. Als Frühstück gab es wieder nur zwei süße Gebäckstücke, die dafür um so größer waren. Nachdem noch kurz die noch benötigte Wäsche gewaschen wurde, machten wir uns mit der U-Bahn in Richtung eines Friedhofes auf. Nachdem wir ausstiegen, sind wir erst in die falsche Richtung gelaufen und haben dies erst nach 3 Blocks gemerkt. Das lag daran, dass der Stadtteil in de wir uns befanden, nicht mehr auf unserer Karte verzeichnet war. Unterwegs bestaunten wir wilde Papageien, die in den Palmen hausten.
Schließlich fanden wir zum Friedhof und waren beeindruckt von den Grabstätten. Jede Familie hat dort eine eigene kleine Kapelle erbaut, eine Familiengruft, die bis zu 10 Meter tief sein kann. Das unheimliche daran war, dass man in diese kleinen Bauten reinsehen und die Särge sehen konnte. Die Türen standen zum Teil offen, ein mutiger hätte also reinspazieren können.
Schnittlauch suchte noch das Grab von Evita Peron auf, die nicht in der Peron-Gruft lag sondern in der der Familie ihrer Mutter. Nachdem wir es gefunden hatten, verließen wir den Friedhof wieder. Zu diesem Zeitpunkt traf sich am Eingang eine Trauergemeinde und ein Leichenwagen fuhr vor, die Totenglocke wurde geläutet – unheimlich!
Neben anwar noch eine Kirche mit ehemaligem Kloster, welche wir besichtigten, ehe wir mit der U-Bahn in die Innenstadt fuhren (vorher aßen wir noch bei einer internationalen Fast-Food-Kette). Dort angekommen liefen wir auf und ab und kreuz und quer ehe wir zu Fuß zu unserem Hostel zurück kehrten um Siesta zu machen. Am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf um ein letztes mal um die Häuser zu ziehen. Wir genossen äußerst vorzügliche Medallons de Lomo und tranken zum Abschluß am Plaza des Viertels (wo eine sehr große Kakerlake über den Boden kroch) noch einen Pitcher Bier, ehe wir uns um 22 Uhr ins Bett legten.