Donnerstag, 8.2.
Um 8 Uhr sind wir aufgestanden, um noch genügend Zeit bis zur Abreise zu haben. Um Viertel nach konnten wir noch zusehen, wie das Frühstück aufgebaut wurde. Um Halb 10 gingen wir los, da wir noch Geld holen und ein Paket mit Souvenirs und nicht mehr benötigten Sachen verschicken wollten Nachdem wir bei DHL erfahren haben, dass diese sich nur um Briefe kümmern, haben wir bei der Post vergebens in einer vollen Schalterhalle, in der niemand richtig zu arbeiten schien, gewartet. Also mussten wir abbrechen, da wir noch Geld abheben wollten. Dies funktionierte auch nicht so recht, weswegen wir gleich zur Busstation gingen.Der letzten tage entsprechend hat es natürlich wieder geregnet. Demnach werden wir Ushuaia nicht in der besten Erinnerung behalten, es war letztlich nicht mehr als ein kalter uns nasser Touristenort.
Die Fahrt ging über einen Bergpass, hinter dem das Wetter ganz plötzlich besser wurde. Es war sogar Sonne zu sehen, welche uns einen grandiosen Blick über das Land bescherte. Wir konnten erahnen, welche unbeschreiblichen Weiten uns in Patagonien erwarten. Das, was Feuerland auf diesen Kilometern bot, war beeindruckend.
Zwischendrin kam der Ort Tolhuin, in dem unser Bus eine kleine Rast machte. In einer Gaststätte herrschte reges Treiben, neben der Busstation schien dies auch der allgemeine Treffpunkt des Ortes zu sein. Ein kleiner Zoo war ebenfalls zu bewundern, ein Biber, ein Leguan und diverse Vögel waren dort untergebracht. Nach einer halben Stunde ging es weiter. Unterwegs konnten wir sogar die ersten Guanakos sehen, der Atlantik war ebenfalls bald in Sicht.In Rio Grande wurden wir an der Tourist-Info abgesetzt, wo schnittlauch uns gleich ein Quartier besorgte. Die Herbergsmutter begrüßte uns auch gleich mit einem Küsschen. Seit 1923 gibt es diese Herberge bereits.
Als nächstes, nachdem wir unsere Betten in Beschlag genommen hatten, buchten wir die Weiterreise nach Rio Gallegos. Hierbei bekamen wir jede Menge Papierkram für die Durchreise durch Chile in die Hand gedrückt.. Danach konnten wir Glücklicherweise erfolgreich Geld abheben.Da schnittlauchs Stiefel erhebliche Auflösungserscheinungen zeigten, legte er sich zwangsweise ein neues Paar Wanderpumps zu. Daraufhin gönnten wir uns ein Eis und setzten uns genüssliche schleckend an der Plaza Commercial in die Sonne. Nach einem kleinen Einkauf kehrten wir wieder in unsere Herberge auf einen Tee ein und zerbrachen unsere Köpfe über die chilenische Einreisepapiere. Hier merkt man wie gut wir es in Europa – auch ohne Schengen-Abkommen haben.Bevor wir essen wollten, wollten wir noch in unser Internet-Tagebuch einen Bericht schreiben. Schnittlauch brachte den Rechner zwar zum Absturz, wir konnten dennoch unsere Nachrichten in die Heimat absetzen.Zurück in der Herberge wollten wir auch gleich die Übernachtung bezahlen, welches die Herbergsmutter sehr bedauerte (dafür berechnete sie uns 3 Betten). Beim Essen genossen wir unseren Rotwein, bis die Herbergsmutter mit selbstgemachten Melonenschnaps ankam. Uns schenkte sie zwei Mal ein, im Gegensatz zu den anderen. Da sie jedoch zur Zeit Antibiotika nahm, konnte sie nicht mittrinken. Wir hatten die schlimme Befürchtung, dass sie uns willig machen wollte.
Den Rest des Abends unterhielten wir uns mit einem Schweizer Pärchen über Kulturen, Menschen und den Wandervogel. Um halb 12 ging es ins Bett.
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