Freitag, 9.2.

7 Uhr Aufstehen, duschen (welch moderne und saubere Duschen im Gegensatz zu Ushuaia), packen, 8 Uhr Frühstück. 8:25 Uhr Abschied zusammen mit den Schweizern Müri („aus Züri“) und Marko und einem Japaner von der Herbergsmutter – natürlich wieder mit einem Küsschen! Sie fotografierte uns noch für ihr Fotoalbum.Der Bus fuhr recht pünktlich um 10 nach 9 ab. Auf der Fahrt im Bus haben wir gleich unsere Snacks, zwei Sandwiches, zwei kleine Croissants und ein süßer Kaffee. Unterwegs sahen wir noch einige Guanackos , die z.T. durch den Bus aufgeschreckt über die Zäune sprangen. Das spannendste an diesem Tag eindeutig die Grenzüberschreitung. Wir durften 4 Kontrollen über uns ergehen lassen: Ausreise aus Argentinien, Einreise in Chile, Ausreise aus Chile und Einreise in Argentinien. Jeder Aufenthalt dauerte länger, der erste ging mit 20 Minuten noch recht schnell rum, der die Ausreise aus Chile dauerte fast eine Stunde. Wir kamen uns teilweise vor wie an der Grenze zur DDR.
Die Überfahrt über die Magellanstraße mussten wir fast im Bus verbringen. Als bereits die Hälfte der Überfahrt, welche insgesamt 30 Minuten dauerte, wurden doch noch die Türen für 10 Minuten geöffnet.
In Patagonien angekommen, entdeckte ore auch gleich die ersten Nandus.
In Rio Gallegos organisierte schnittlauch ein Doppelzimmer in einem Hotel (Bonifacio), da alle Herbergen ausgebucht waren. Müri, Marko und der Japaner wollten gleich weiter nach El Calafate, also verabschiedeten wir uns als wir uns auf den Weg ins Hotel machten. Nachdem wir uns dort eingerichtet und uninteressante Nachrichten und DW-TV angesehen hatten, erkundeten wir die Innenstadt von Rio Gallegos. Wir waren beide der gleichen Meinung, dass dieses eine hässliche Stadt sei und es uns in Rio Grande besser gefallen hat.
Gegessen haben wir in einem Imbissrestaurant. Ore bestellte einen Hamburguesa Completta (wie in Ushuaia), wurde jedoch enttäuscht, was die Größe anging. Dafür bekam er noch etwas von schnittlauchs Pizza ab. Beide hatten ausserdem gedacht, ein argentinisches Bier bestellt zu haben. Als wir die Flaschen in den Händen hielten mussten wir jedoch feststellen, dass es sich um original belgisches Bier handelt. Und wir wunderten uns schon, warum die Bedienung uns fragte, ob wir dieses Bier wirklich haben wollen.
Dafür kauften wir uns im Supermarkt noch eine Literflasche „Schneider“-Bier – echt argentinisch! Diese leerten wir im Hotelzimmer wo wir nebenbei den Film „Der Exorzismus der Emily Rose“ gesehen haben. Um halb zwölf ging das Licht aus.


Die gemütliche Ecke im Hostel Argentino

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