Dienstag, 6.2.

6. Februar 2007

9 Uhr aufgestanden, auf das Frühstück gefreut und vom „Snack“ enttäuscht worden. Also konnten wir uns gleich auf die Suche nach einen Supermarkt machen – mit Erfolg. Da wir jedoch erst die Stadt erkunden und uns nicht mit Einkauf abschleppen wollten, haben wir zuerst den Hafen genauer erkundet.

Alsbald meldete sich aufgrund des mageren Frühstücks unser Magen wieder, wodurch wir eine kleine Imbissbude kennen lernen durften. Gut gesättigt durch „Hamburguesa Completa“ konnten wir uns somit auf den Weg zum Beagle-Kanal machen, vorher sahen wir uns noch das Museum „Fin del Mundo“ an und waren erstaunt, dass die feuerländischen Ureinwohner das ganze Jahr nackig rumliefen, also auch im Winter – und wir froren bereits im Sommer!

Auf dem Weg zum Kanal begleiteten uns zwei – zeitweise drei – Hunde, ein recht kleiner und ein doch eher größerer Hund. Der kleine wollte den großen die ganze Zeit besteigen, bis es uns zu viel mit ihnen wurde und wir sie fortgejagt haben.

Nach einer kurzen Verschnaufpause am Wasser machten wir uns auf den Rückweg, wo wir ordentlich durchgeregnet wurden. Wir flüchteten – nachdem es fast wieder aufgehört hatte – in den Supermarkt und kauften ein, damit wir uns in der Herberge einen Tee machen konnten.

Mit neuen Kräften ging es nun zur Touristen-Information um uns nach dem Weg für die morgige Tour zu erkundigen. Nach einem kleinen Souvenir-Shoppingkehrten wir in die Herberge zurück und warteten vergeblich darauf, dass ein Herd frei werden würde. Doch ein kosheres Essen braucht nun mal seine Zeit, uns blieb nur der Joghurt, den wir eigentlich nur als Nachtisch eingeplant hatten. Den Abend ließen wir ruhig ausklingen.


Blick von der Herberge auf Ushuaia.

Ushuaia

6. Februar 2007

Die suedlichste Stadt der Welt, letzte (nicht-militaerische) menschliche Bastion vor der Antarktis. Vor uns der Beagle-Kanal mit zu erahnenden Weiten des Suedkontinents und die sich treffenden Meere, im Ruecken die hoch aufsteigendenden und mit Schnee bedeckten Berge.

Treffpunkt der Nationen! In unserem Hostal sind neben US-Amerikaner noch Japaner und Israelis. In der Stadt laufen noch weitaus mehr Nationen herum. Ein Strassenschild erklaert uns, wie weit wir von zu Hause weg sind, bis Berlin sind es rund 14.100 km. Bis zum Nordpol sind es von hier aus nur noch 2.000 km mehr…

Heute Nachmittag wandern wir zum Beagle-Kanal, morgen geht es in den Torres-del-Paine-Nationalpark. Donnerstag geht es weiter Richtung Rio Grande, am Wochenende wollen wir in Rio Gallegos ankommen, damit wir um Montag in Calafete sein werden. Mal sehen.

Ich habe mich gefragt, warum das hier Feuerland heisst, Feuer habe ich bisher nur in den Restaurants gesehen, wo ganze Laemmer aufgeklappt ueber Flammen gebraten werden. Ansonsten ist es hier eher feucht, ab und zu kommt die Sonne raus, die meisste Zeit kommt es jedoch von oben herunter, teilweise auch in etwas festerer Form. Kap Hoorn ist nicht mehr weit, man merkt es am Wetter…

Ortszeit  14:15

Montag, 5.2.

5. Februar 2007

Der Flug dauerte eine halbe Ewigkeit, vor allem an Rio wollten wir nicht vorbei kommen. Doch irgendwann waren wir da und waren wie erschlagen von 26° C und 80 % Luftfeuchtigkeit – hatten wir in Paris doch nur 5°C gehabt, vom Winter in den Sommer.

Der nächste Schock war, dass der nächste freie Platz nach Ushuaia erst am Mittwoch verfügbar sein sollte. Nachdem wir andere Fluggesellschaften ebenfalls erfolglos abgeklappert haben, wollten wir eben diesen Flug buchen. Glücklicherweise bei einem anderen Angestellten, welcher uns sagte, dass doch noch zwei Plätze am gleichen Tag frei waren. Dafür mussten wir dann 220 US-$ pro Person zahlen. Wir mussten nur noch irgendwie an den anderen Flughafen gelangen…

Welch ein Erlebnis mit 140 km/h durch Buenos Aires zu heizen, wenn nur 80 erlaubt sind. Die Verkehrsregeln scheinen nicht für Taxis zu gelten. Doch dafür waren wir recht schnell (45 Minuten) am anderen Flughafen angekommen.

Der nationale Flughafen ist direkt am Rio Plata gelegen, einem riesigen Flussdelta.

Wir wollten erst einmal etwas essen. Nach gefühlten 2 Stunden Wartezeit hatten wir unser erstes argentinisches Steak – hoffentlich schmeckt es wo anders als im Flughafen besser…

Die Maschine, mit der wir nach Ushuaia flogen wurde in ihrer Warteposition noch leicht repariert – sehr vertrauenserweckend! Wir beide hatten bei diesem Flug wirklich die letzten Plätze in der hintersten Reihe, ohne Fenster, direkt neben den Triebwerken. Also fast 4 Stunden blind und taub.

Nach einer etwas wackligen Landung hatten wir auch gleich Glück mit der Quartiersuche, da eine Dame der Touristeninformation vermittelt hat. Wir erwischten zwei der letzten freien Betten in der südlichsten Stadt der Welt.

In der Herberge angekommen, machten wir uns erst einmal frisch bevor wir die Gegend ein wenig erkundeten. Einkaufsstrasse hoch und wieder runter, in der Herberge noch etwas trinken, zur Ruhe kommen und ins Bett – Wenn nicht etwas laute Amis und Israelis gewesen wären.


Buenos Aires National Airport
Nationaler Flughafen Buenos Aires. Rechts im Bild die Maschine nach Ushuaia.
Buenos Aires National AirportWarten nach UshuaiaBlick aus dem Fesnter der HerbergeBett schnittlauchBett oreStraße in UshuaiaWegweiser

Paris

4. Februar 2007

Ein ruhiger Flug mit einem netten Landenflug ueber Paris liegt hinter uns (haben sogar den Eiffelturm gesehen). Nun warten wir auf unseren Weiterflug. Der Flughafen CDG ist nicht nur riesig gross sondern auch haesslich und und unverschaemt teuer!!!

Sonntag, 4.2.

4. Februar 2007

Der erste Reisetag.

Nachdem ore seine Schwäche vom Vortag aufgrund seiner dienstlichen Kohltour am Freitag überwunden hatte, konnten die bereits seit zwei Wochen bereitgelegten Reiseutensilien endgültig verpackt werden. Noch ein kurzer Besuch im Nest um die passende Reiselektüre („Auf Schiffen, Schienen, Pneus…“) mitzunehmen, damit auch bald schnittlauch abgeholt werden konnte. Dieser stand schon in seinem Hausflur bereit, schmiss seinen Rucksack in den Kofferraum und ab ging es Richtung Flughafen. Dort stellten wir uns auch gleich zum einchecken an, mit der Bitte, uns Plätze am Gang zu geben. Dieses war leider nicht möglich, zumindest in Bremen für den langen Flug, wir sollten es noch einmal in Paris versuchen.

Da wir noch genügend Zeit bis zum Abflug hatten, konnten wir uns noch in das Flughafenbistro setzen, damit schnittlauch noch etwas zu essen bekommen konnte, ore und Katinka tranken nur etwas.

Zeitig genug trudelte dann auch noch ore’s Vater ein. Dennoch war nun die Zeit des Abschieds gekommen. Nicht nur wir wurden unter Tränen nach Paris verabschiedet, auch andere Personen die wir später im Flugzeug nach Buenos Aires wiedersehen sollten.

Nach kurzer Wartezeit konnten wir auch gleich an Bord. Wir wurden mit dem Bus zum Flugzeug gefahren, was zur Folge hatte, dass wir niemanden mehr auf der Besucherterrasse erkennen konnten. Ore winkte einfach blind in die Masse in der Hoffnung, Katinka und sein Vater würden ihn erkennen.

Vom Flug nach Paris gibt es wenig nennenswertes zu berichten, außer dass ore (im Gegensatz zu schnittlauch) im Flugzeug nicht aufrecht stehen konnte, so niedrig war es und dass wir beide in der vorletzten Reihe saßen und das Heck unter Beschlag nehmen konnten.

Im Landeanflug auf Paris war sehr deutlich der Eiffelturm zu erkennen.

Nachdem wir gelandet waren und uns abermals nach der Möglichkeit eines Sitzplatztausches – erfolglos – erkundigt haben, hieß es warten, Zeit vertreiben und das nervige Gequatsche von Belgiern ertragen.

Im Flugzeug saß ore auf der linken und schnittlauch auf der rechten Seite, um zwei Reihen versetzt, also weit auseinander. Somit mussten wir uns mit unseren Platznachbarn begnügen. Schnittlauch lernte Dorothee kennen und ore wusste erst kurz vor der Landung, dass er jemand Deutsches neben sich sitzen hatte.


Flughafen Bremen
Kurz vor dem Abflug am Bremer Flughafen
Flughafen BremenFlughafen Charles-de-Gaulles Pais