13. Februar 2007
At first we would post here some greetings to Ken and Heather, a canadian couple we met in several places here in argentina, now our ways split up. Have a good trip!
Als erstes (nach diesem Gruss) moechte ich berichten, dass ich gestern bereits einen Beitrag ueber einen sehr schoenen Tag geschrieben habe. Er war recht lang, da es wirklich ein toller Tag mit vielen Eindruecken war. Gerade als ich fertig war und auf speichern klicken wollte, gingen im gesamten Internetcafe die Lichter aus, Strom weg, alles futsch. Herzlichen Dank auch!
Wir habe gestern eine gefuehrte Tour durch den Nationalpark Los Glaciares gemacht. Bereits unterwegs konnten wir einen Adler sehen, der uns aus 20 Meter Entfernung von einem Felsen aus beobachtete. Dann der weitere Weg durch die Landschaft, am Lago Argentino entlang, unbeschreiblich schoen. Einer unserer Stopps war an der Suedseite des Perito Moreno, einem Gletscher (http://de.wikipedia.org/wiki/Perito-Moreno-Gletscher) der einer der wenigen auf der Welt ist, der noch waechst. Sein Vortrieb betraegt 2 Meter pro Tag. Ausserdem gehoert er zur groessten Land-Eis-Masse, die es auf dieser Erde gibt – nach der Antarktis und Groenlad. Dieses Land hat einfach ganz andere Masstaebe!!
Wir haben noch einen Bootsausflug zur Nordseite des Gletschers gemacht und konnten beobachten, wie der Gletscher “kalbt”, also wie sich Eisbrocken von der Gletschermasse losloesen. Eine optische und akustische Sensation!
Im Anschluss hatten wir von oberhalb des Gletschers gelegenen Terassen einen super Ausblick ueber das gesamte Bild. Ueber uns schwebten sogar 2 Kondore!!
Von hier aus ging es 2 km zu Fuss durch die Wildnis – natuerlich auf einem Trampelpfad und unter Fuehrung. Dies war auch sehr interessant, denn so konnten wir auch die einheimischen Gewaechse (Beeren) probieren und haben noch einiges ueber Flora und Fauna erfahren koennen.
Am Abend waren wir mit Ken und Heather essen. Die beiden, an die ja auch der obige Gruss gerichtet ist, haben wir zuerst in Rio Grande getroffen, dann auf der Faehre ueber die Magellanstrasse, in der jetzigen Herberge und im Nationalpark wieder. Also haben wir uns abends zum Essen verabredet, war ein sehr netter und interessanter Abend. Heute fahren die beiden weiter nach El Chalten hoch, also weiter an den Anden entlang, waehrend wir ein wenig auf eigene Faust die Gegend um Calafate erkunden wollen. Morgen geht es dann mit dem Bus weiter, erst wieder zurueck nach Rio Gallegos, aber das habe ich ja bereits beschrieben.
Eines noch: heute ist Halbzeit!
Ortszeit: 10:40
Kategorie Auf Fahrt | 1 Kommentar »
12. Februar 2007
Mal wieder um 7 Uhr aufstehen, eigenes Frühstück, 8 Uhr abfahrt zur geführten Tour durch den Nationalpark Los Glacieres. Unterwegs haben wir sogar zwei Mal für Fotos angehalten und konnten dabei einen Adler beobachten.
Als nächstes stand der Perito-Moreno-Gletscher an, zuerst von der Südseite. Von einem Halteplatz wo einige Busse parkten, hatte man einen recht guten Blick. Von dort aus sind wir zu einem Katamaran-Boot gefahren, welches uns bis 300 Meter an die Nordseite des Gletschers herangefahren hat. Eine Stunde hatten wir Zeit um zu beobachten, wie er kalbte und größere und kleinere Eisbrocken abbrachen. Dieser Gletscher ist einer der wenigen in der Welt, die noch wachsen. Zwei Meter pro Tag beträgt sein Vortrieb. Er ist Teil der drittgrößten Land-Eismasse (nach der Antarktis und Grönlad). Ein optisch und akustisch grandioses Schauspiel, wenn der Gletscher sich bewegt, das Eis aneinander reibt und quietscht, abbricht oder abplatzt und mit Getöse ins Wasser fällt.
Hiernach sind wir zu den Terrassen gefahren, von wo aus man einen fantastischen Blick über den Gletscher hatte. Dort haben wir erst ein kleines Lunch gehabt, bevor wir auf die Aussichtsterrassen gingen. Von den Terrassen konnte man die gesamte untere Gletscherzunge sehen. Man erkannte, wie riesig er ist, wenn man im Vergleich dazu das Boot gesehen hat, auf dem wir zuvor die Eismasse vom See aus betrachtet haben. Über uns konnten wir das erste Mal ein Kondor-Pärchen beobachten, wie sie mit ihrer imposanten Spannweite ihre Kreise über den Bergen zogen.Hier trafen wir auch Heather und Ken wieder. Dieses mal machten wir eine feste Zeit aus, wir wollten um 19 Uhr Essen gehen.
Um 13 Uhr haben wir uns mit der Reisegruppe wieder am Bus getroffen, von dort aus ging es auf einem schmalen Pfad quer durch die Wildnis wieder runter an den See und zum Schiffsanleger. Unterwegs hat uns die Führerin noch einiges über die Flora und Fauna erzählt, zum Beispiel dass die Moose, die an den Bäumen wachsen (welche wir bereits im Nationalpark in Feuerland gesehen hatten) nur in saubersten klimatischen Verhältnissen wachsen und „Old-Mans-Beart“ genannt werden. Wir konnten auch einige Strauchbeeren probieren, die dort am Wegesrand wuchsen. Ausserdem erklärte sie uns, dass der Berg, der linker Hand des Gletschers lag und wie das Matterhorn aussah, bei Kondoren sehr beliebt sei. Dies erklärte , weshalb wir vorher gleich zwei dieser großen Vögel sehen konnten.
Die Rückfahrt mit dem Bus war sehr ruhig, da die meisten schliefen. Da noch genügend Zeit bis zum Abendessen war, konnten wir noch zur Flaniermeile um in Online-Tagebuch einen Eintrag zu tätigen. Gerade als ore recht viel geschrieben hatte und nur noch hätte speichern müssen, fiel der Strom aus – alles weg! Schön, dass nichts gespeichert war, die Verbindung kriechend langsam und fast so teuer wie am Tag zuvor war.
Das Abendessen mit Heather und Ken war sehr nett, wir haben uns gegenseitig einiges erzählt. Als meine Nasenspitze mal wieder anfing zu bluten, gingen wir zum Zimmer, Heather und Ken gingen noch spazieren. Später holten sie sich noch die Tagesdecken von unseren Betten raus, weil sie keine Schlafsäcke hatten und draussen zelteten. Wir genossen noch den restlichen Wein, ehe wir uns um halb zwölf schlafen legten.
Blick in die Anden
Der Lago Argentino
Die Straße gleitet fort und fort…
Schnittlauch am Lago Argentino
Struch mit Calafate-Beeren
Der Perito-Moreno-Gletscher
Schnittlauch lässt sich den Wind um die Nase wehen
SChnittlauch auf dem Weg zum Gletscher
Der Perito-Moreno-Gletscher
Wir zwei vor dem Perito-Moreno-Gletscher
Wir zwei vor dem Perito-Moreno-Gletscher
Der Perito-Moreno-Gletscher
Ore auf dem Schiff in unmittelbarer Nähe zum Gletscher
Der Perito-Moreno-Gletscher
Schnittlauch auf dem Schiff in unmittelbarer Nähe zum Gletscher
Der Perito-Moreno-Gletscher
Schnittlauch lässt sich nicht vom Gletscher blenden
Argentinische Flagge vor dem Gletscher
Die Optik des Berges erinnerte uns an das Matterhorn
Der Perito-Moreno-Gletscher
Ein Kondor
Wieder die Flechte aus Ushuaia, “Old man’s beard”
Ore vor dem Gletscher
Herrlicher Ausblick
Schnittlauch am Fuße des Gletschersees
Ore am Fuße des Gletschersees
Wir zwei am Fuße des Gletschersees
Der Perito-Moreno-Gletscher
Schnittlauch, ore, Ken und Heather
Kategorie Fahrtentagebuch | 0 Kommentare »
11. Februar 2007
Heute sind wir nach einer 4,5-stuendigen Busfahrt in Calafate angekommen (offizieller Link: http://www.turismo.elcalafate.gov.ar/). Es ist ein sehr huebsches kleines Nest, zwar ziemlich fuer Touristen fertig gemacht, aber dennoch sehr nett. Viele Haeuser sind komplett aus Holz gebaut, einige Einkaufsecken sind recht “naturistisch”, viele kleine Laeden, mir gefaellt es hier. Unser Zimmer ist ebenfalls sehr nett, das beste, was wir bisher hatten. Wir haben hier auch ein kanadisches Paerchen wiedergetroffen, die wir in Rio Grande kennengelernt haben. Sie sind mit dem Motorrad unterwegs, haben auf dieser Tour bereits 13.000 km abgerissen (mein Hintern wuerde das nicht mitmachen…).
Morgen (Montag) machen wir einen gefuehrten Ausflug in den Nationalpark und zu den Gletschern. Am Dienstag machen wir eine eigene Erkundungstour, bevor es am Mittwoch wieder weiter geht. Da die Busse von hier aus nicht mehr in alle Richtungen fahren, muessen wir erst wieder zurueck nach Rio Gallegos, dort umsteigen in einen anderen Bus nach Comodoro Rivadavia (Wikipedia-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Comodoro_Rivadavia). Dort wollen wir uns jedoch nicht lange aufhalten, da dies keine sehenswerte Stadt sein soll (aehnlich wie Rio Gallegos).
Die Fahrt war hierher war recht unspektakulaer, bis auf die Aussichten, die waren super. Auf der einen Seite die ersten Auslaeufer der Anden und auf der anderen Seite die patagonische Steppe bis zum Horizont. Plattes braues Land so weit das Auge reicht, auf Patagonien treffen wirklich alle Superlative zu.
Ortszeit 17:45
Kategorie Auf Fahrt | 2 Kommentare »
11. Februar 2007
7 Uhr aufstehen, kurzes Frühstück, 8:30 Uhr Abmarsch zum Busbahnhof, 9:30 Abfahrt nach El Calafate.
Dieses Land hat so unglaubliche Weiten! Auf der linken Seite sind die ersten Ausläufer der Anden zu sehen, auf der rechten Seite reicht die patagonische Steppe bis zum Horizont.
Ziemlich genau gegen 14 Uhr waren wir in El Calafate – recht ungewöhnlich diese Genauigkeit. Nach einer kurzen Orientierung an den Busschaltern mussten wir feststellen, dass von hier aus tatsächlich nur Busse wieder Richtung Rio Gallegos fahren. Um dieses Mal ein wenig Geld zu sparen, haben wir gleich unseren Weg nach Comodoro Rivadavia über Rio Gallegos zurück gebucht.
Als nächstes haben wir uns zu unserer Herberge auf gemacht. Zugegeben, wir waren eher skeptisch, doch als wir es gesehen haben, waren wir sehr positiv überrascht. Das war das beste Zimmer, was wir bisher in Punkto Sauberkeit und Einrichtung hatten. Schnell haben wir unsere Sachen im Zimmer ausgebreitet um zur Haupt-Meile zu gehen. Dort waren wir ebenfalls überrascht von der überaus netten Aufmachung. Viele Läden sind gänzlich aus Holz gebaut, vielfach aus lackiertem Roh-Holz. Einige kleinere Einkaufsgänge sind sogar „naturistisch“ angelegt mit Rasendächern und Bachläufen in der Mitte. Sehr malerisch, hoffentlich werden die Bilder entsprechend.
Nachdem wir ein Eis gegessen haben, machten wir unsere Internet-Stunde. Dieses Mal nicht bei Telefonica, Ergebnis: noch langsamer und noch teurer! Also das nächste Mal wieder wo anders.
Da das Eis mittlerweile wieder verdaut war, konnten wir nun richtig essen gehen. Es gab ein ordentliches argentinisches Steak mit Pommes und Bier. Auf dem Weg in die Herberge kauften wir noch Frühstück (da es in der Herberge extra kostete) und Wein ein, den wir gemeinsam mit den Kanadiern trinken wollten, die wir das erste Mal in der Herberge in Rio Gallegos und dann wieder auf der Fähre über die Magellanstrasse getroffen haben. Sie kamen uns vor dem Hostel entgegen und erzählten uns, dass sie ihre Flasche bereits getrunken hätten und nun etwas essen gehen wollten. Trotz Einladung, klopften sie nicht mehr an unsere Tür und wir haben deswegen einen Hai-Film und Red-Planet auf Universal-TV gesehen. Ausserdem haben wir die Flasche Wein alleine geleert, die wir eigentlich mit Ken und Heather trinken wollten. Um Mitternacht ging das Licht aus.
Der Busbahnhof in Rio Grande
Unendliche Weiten der patagonischen Steppe
Schnittlauch bei einem kleinen Snack
Erste Blicke auf die Anden
Die netteste Einskaufspassage von El Calafate
Viele nette Häuser
Etwas zu sehr für Touristen hergerichtet
Alles aus dem Baustoff Holz
Endlich kurze Sachen anziehen
Ore beim Eis essen
Schnittlauch beim Eis essen
Die Hauptstraße in El Calafate
Noch mehr nette Häuser
Gutes Essen für kleines Geld
Unser Ausblick auf die Anden
Kategorie Fahrtentagebuch | 0 Kommentare »
10. Februar 2007
Gestern sind wir mit dem Bus in Rio Gallegos angekommen. Dabei haben wir Chile und die Magellanstrasse durchquert. Welch ein Abenteuer! Aber weniger Abenteuer im abenteuerlichen Sinne als vielmehr die ewigen Grenzkontrollen und die Busfahrt ansich. Bei zwei Grenzen hatten wir 4 Kontrollen, Ausreise aus Argentinien, 10 Kilometer spaeter die Einreise in Chile. Dann mit einer Art Landungsboot (der Bus ist einfach so auf die Faehre gefahren, einen richtigen Anleger gab es da nicht) ueber die Magellanstrasse. Erst dachten wir, wir duerften die gaze Zeit im Bus bleiben, weil alle Tueren verschlossen blieben. Nach der Haelfte der Fahrt (die gesamte Ueberquerung hat ca. 30 Minuten gedauert) durften wir dann doch noch fuer 5 Minuten raus.
Wenig spaeter kam dann wieder eine Grenzkontrolle, diesmal fuer die Ausreise aus Chile. Hier standen wir mit Abstand am laengsten und es bildete sich eine lange Warteschlange von LKWs, Autos und Reisebussen. Als wir dann irgendwann doch durchgelassen wurden kam zwei Kilometer spaeter wieder die Einreise nach Argentinien. Diese ganzen Grenzkontrollen haben uns zusammen bestimmt zwei Stunden aufgehalten. Auf der Fahrt haben wir (nach der Magellanstrasse, also in Patagonien) auch die ersten Nandus gesehen. Apackas sind uns bereits vorher begegnet.
Irgendwann sind wir dennoch in Rio Gallegos angekommen und haben ein nettes Zweibett-Zimmer bekommen. Die Stadt ist zwar alles andere als schoen, aber fuer einen Waschtag hat es gereicht.
Heute Abend wollen wir eine Pizza Alemana probieren, die es hier in einer Gaststaette gibt. Auf ihr sind Sauerkraut und Wuerstchen (und Mozzarella) drauf, sehr deutsch!
Das Wetter ist erste Sahne, es sind wohl so an die 20 Grad (Celsius, keine Fahrenheit, muss mann aufpassen, wenn man sich mit US-Amerikanern oder Kanadiern unterhaelt und die von 45 Grad sprechen…) und die Sonne hat uns den ersten Sonnenbrand verpasst. Unsere Gesichter sind etwas am gluehen. Eine Steife Briese weht hier, die einen die Sonne nicht unbedingt spueren laesst. Daher ist die Warnanzeige fuer die Intensitaet der UV-Strahlung am Stadt-Spielplatz durchaus angebracht.
So viel fuer heute, morgen geht es in die Anden nach El Calafete und von dort aus irgendwie durch den Nationalpark und zu den Gletschern.
Ortszeit 18:05
Kategorie Auf Fahrt | 3 Kommentare »