22. Februar 2007
Der letzte komplette Tag in Argentinien begann um 8 Uhr mit Aufstehen und der üblichen morgendlichen Prozedur. Als Frühstück gab es wieder nur zwei süße Gebäckstücke, die dafür um so größer waren. Nachdem noch kurz die noch benötigte Wäsche gewaschen wurde, machten wir uns mit der U-Bahn in Richtung eines Friedhofes auf. Nachdem wir ausstiegen, sind wir erst in die falsche Richtung gelaufen und haben dies erst nach 3 Blocks gemerkt. Das lag daran, dass der Stadtteil in de wir uns befanden, nicht mehr auf unserer Karte verzeichnet war. Unterwegs bestaunten wir wilde Papageien, die in den Palmen hausten.
Schließlich fanden wir zum Friedhof und waren beeindruckt von den Grabstätten. Jede Familie hat dort eine eigene kleine Kapelle erbaut, eine Familiengruft, die bis zu 10 Meter tief sein kann. Das unheimliche daran war, dass man in diese kleinen Bauten reinsehen und die Särge sehen konnte. Die Türen standen zum Teil offen, ein mutiger hätte also reinspazieren können.
Schnittlauch suchte noch das Grab von Evita Peron auf, die nicht in der Peron-Gruft lag sondern in der der Familie ihrer Mutter. Nachdem wir es gefunden hatten, verließen wir den Friedhof wieder. Zu diesem Zeitpunkt traf sich am Eingang eine Trauergemeinde und ein Leichenwagen fuhr vor, die Totenglocke wurde geläutet – unheimlich!
Neben anwar noch eine Kirche mit ehemaligem Kloster, welche wir besichtigten, ehe wir mit der U-Bahn in die Innenstadt fuhren (vorher aßen wir noch bei einer internationalen Fast-Food-Kette). Dort angekommen liefen wir auf und ab und kreuz und quer ehe wir zu Fuß zu unserem Hostel zurück kehrten um Siesta zu machen. Am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf um ein letztes mal um die Häuser zu ziehen. Wir genossen äußerst vorzügliche Medallons de Lomo und tranken zum Abschluß am Plaza des Viertels (wo eine sehr große Kakerlake über den Boden kroch) noch einen Pitcher Bier, ehe wir uns um 22 Uhr ins Bett legten.
Deutsches Krankenhaus in Buenos Aires
Imposante Grabstätten
Imposante Grabstätten
offene Gräber
Imposante Grabstätten
Grabstelle von Evita
Grabstelle von Evita
Ore auf dem Friedhof
Eingang zum Friedhof
Straßenzug in Buenos Aires
Obelisk
Obelisk
Straßenzug in Buenos Aires
Catedral de Buenos Aires
Blick auf den Präsidentenpalast
Plaza in San Telmo
Straße in San Telmo
Eingang in die Markthalle
In der Markthalle
In der Markthalle
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22. Februar 2007
Heute sind wir in der grossen Metropole Buenos Aires angekommen. Nachdem wir eine recht anstrengende Fahrt nach Necochea hinter uns hatten, dachten wir erst, wir waeren am argentinischen El Arenal angekommen, doch der Schein truegte. Die ganzen Tanz- und Trinkschuppen, die auf dem Strand aufgebaut waren, blieben abends dunkel, schien wohl gerade nicht Saison zu sein, obwohl sich nachmittags noch tausende am Strand in der Sonne aalten.
Heute ging es einigermassen frueh wieder mit dem Bus weiter, die restlichen 510 km wurden auch in 7 Stunden geschafft. Unterwegs sind wir an meinem Albtraum fuer diese Fahrt vorbei gekommen. Die Busse sind das Hauptverkehrsmittel in Argentinien. Auf der Gegenfahrbahn lag ein Bus gleicher bauweise auf der Seite, alle Fenster aufgeplatzt und war nach den Russspuren an der Unterseite zu urteilen kurzzeitig in Brand geraten. Doch uns ist zum Glueck nichts passiert, wir sind heile hier angekommen. Nun koennen wir “nur noch” hier irgendwie unter die Raeder kommen (das ist eine verrueckter Verkehr in diesem Land!).
Diese Stadt ist wie der Rest des Landes, einfach nur gross! Grosse Haeuser, gosse Strassen, grosse Stadt …
Wir sind in einem scheinbar aelteren Stadteil untergekommen, wo frueher bereits die Seefahrer gehaust haben. Es sind noch einige alte Haeuser (sofern man von “alt” sprechen kann, die “Neue Welt” ist ja nicht ganz so alt wie das “Alte Europa”) zu sehen, in einer ehemaligen Markthalle gibt es jede Menge Antiquitaeten und Troedel zu erwerben, echt nett. Morgen wollen wir uns ein wenig die Stadt ansehen, bevor es am Freitag wieder zum Flughafen und ueber den grossen Teich geht zurueck in die Heimat geht.
Ortszeit 20:30
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21. Februar 2007
Eigentlich wollten wir um 7 Uhr aufstehen, da schnittlauch aber nicht mehr liegen konnte, ging es eine halbe Stunde eher hoch. Nach einem knappen Frühstück, welches dem in Ushuaia gleich kam, fuhren wir mit einem Taxi zum Busterminal, da die Zeit etwas knapp wurde. Dort konnten wir auch gleich in unseren Bus einsteigen. Wir hatten den Bus (vorerst) mit 3 anderen Personen für uns alleine. Leider gab es während der Fahr nur ein sehr spärliches Mahl, welches aus 3 Keksen und 2 Bonschen bestand. Es wurde noch nicht einmal ein Film gezeigt. So dauerte die Fahrt gefühlt doppelt so lang.
Unterwegs kam der verkehr plötzlich ins Stocken. Auf der Gegenfahrbahn war ein Unfall passiert, die Fahrzeuge wurden auf unserem zweiten Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbei geführt. Ein zweistöckiger Reisebus, so einer wie der in dem wir saßen, war auf der Fahrbahn auf die Seite gekippt und noch einige Meter gerutscht. Ein Krankenwagen fuhr mit Blaulicht davon, ein Polizeihubschrauber landete am Unfallort und ein weiterer Helikopter schwebte am Himmel (wahrscheinlich Fernsehen).
In Buenos Aires angekommen, mussten wir uns als erstes orientieren, da die U-Bahn von Bus-Terminal aus nicht ausgeschildert war. Dennoch fanden wir die richtige Linie und nach kurzem Fußmarsch auch unser Hostel. Einfach und zweckmäßig, die Hauptsache sind die guten sanitären Einrichtungen. Nach kurzer Siesta kochte schnittlauch die Nudeln, die wir in Ushuaia gekauft hatten. Danach erkundeten wir unser Viertel und waren begeistert von den vielen Antiquitäten- und Trödelläden. In einer alten Markhalle hatten sich sehr viele kleine Händler niedergelassen, wo sie ihre Ware anboten.
Um kurz nach 9 gingen bei uns die Lichter aus – auf der Straße leider nicht, Buenos Aires lebt auch nachts!
Unsere letzte Busfahrt
Der Unfall kurz vor Buenos Aires
Der Unfall kurz vor Buenos Aires
Buenos Aires
Blick zum Rio de la Plata
Ein Raddampfer
Blick vom Dach unserer Herberge
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20. Februar 2007
Als wir am morgen im Bus aufwachten, war deutlich zu erkennen, dass wir Patagonien verlassen hatten. Das Braun, die kargen Sträucher und Landschaften und vereinzelte Schafe wurden ersetzt durch Bäume, grüne Wiesen und Rinder. Mit etwas Verspätung kamen wir in Necochea an. Dort wollten wir als erstes den Strand aufsuchen. Nach eineinhalb Stunden kamen wir dort auch an. Dieser Weg war so anstrengend, da wir von der Nacht bereits geschlaucht genug waren. Bevor wir mit Sack und Pack weiter umher irrten, erkundete ore als erster die Gegend. Nach einer Stunde war er wieder bei schnittlauch wir quartierten und in der ersten Herberge ein (Hotel Hawaii). Dort erholten wir uns zunächst von der Busfahrt und der Wanderung zum Strand, ehe wir an der Promenade entlang liefen. Diese machte einen Eindruck wie El Arenal auf uns, da fast der komplette Strand mit Tanz- und Bierschuppen vollgepflastert war. In einem kleinem Schnellimbiss nahmen wir unser Mittagessen ein.
Anschließend fanden wir uns wieder in unserem Zimmer zur Siesta ein. Halbwegs ausgeschlafen machten wir uns gegen 17 Uhr zum Strand auf, planschten ein wenig mit den Füssen im Wasser und legten uns zwischen einigen tausend Argentiniern in den Sand. Sobald sich eine Wolke vor die Sonne schob, wurde durch den Wind recht kühl, weswegen wir dann auch unsere Sachen packten, als eine große Wolke die wärmende Sonne verdeckte.
Nachdem wir im Restaurant eine Kleinigkeit gegessen haben, gingen wir abermals die Promenade auf und ab in der Erwartung, tausende feiernder Urlauber anzutreffen. Fehlanzeige, die Strandbars waren leer, einzig auf der Plaza wurde das übliche Handicraft verkauft und Artistik dargeboten. Im Fernsehen sahen wir noch „Chucky und seine Braut“ ehe um 23 Uhr die Lichter ausgingen.
Interessantes Erholungsheim
Komplette Anlage im gleichen Baustil
Strand von Necochea
Zum Glück keine Hauptsaison am Strand
Ore badet seine Füße im Atlantik
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19. Februar 2007
In der Nacht um 4 Uhr kam ein sehr starker Wind auf, der den Staub der patagonischen Steppe sogar in unser Zimmer wehte. Bis morgens lies er jedoch wieder nach.
Kurz vor 8 standen wir auf und frühstückten mit besagtem Herrn aus der Nähe von L.A. Wir hätten noch etwas von seinem „Oat Meal“-Frühstück abhaben können, dem warmen Haferschleim. Wir lehnten dankend ab.
Wir packten unsere Sachen und legten uns an der Promenade in den Schatten eines Stromhäuschens und sahen einem knappen Dutzend Mädels bei ihrer Fußballstunde zu. Wir erkannten gleich, welchen Grund es hat, dass die Deutschen Weltmeister im Frauenfußball: es ist mal wieder die Disziplin!
Nachdem wir so den Tag verbummelt haben, gingen wir zeitig zum Busterminal und stiegen irgendwann in unseren Bus ein. Somit waren wir auf dem Weg, Patagonien zu verlassen. Aus dem Bus heraus konnten wir noch einen sehr netten Sonnenuntergang beobachten, ebenso wie den Mondaufgang, ehe es komplett dunkel wurde. In der Nacht wurden wir von ein paar Holperschwellen geweckt, da der Bus durch einige Ortschaften fuhr. Mehr spannende Dinge außer den Filmen (Little Man, Poseidon und Eight Below) gibt es von dieser Fahrt nicht zu berichten.
Mal wieder warten …
Abendhimmel irgendwo in der Pampa
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